Der Landesbeauftragte

für Computereinsatz im Religionsunterricht



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Erfolge und Risiken wissenschaftlich-technischer Entwicklung in der Fortpflanzungsmedizin

 

Zwei Arten der Unfruchtbarkeit:

- stressbedingte Unfruchtbarkeit

Lösung: Stressabbau durch Beratungen

Zeit nehmen und Zeit lassen

- körperliche Unfruchtbarkeit

Lösung: a) Hormonstimulation

Unfruchbarkeit der Frau => Hormonverabreichung => Reifung mehrerer Eizellen gleichzeitig => Chance für Befruchtung erhöht sich

b) Künstliche Befruchtung (assistierte Reproduktion)

In-Vitro-Fertiltsation (IVF): drei im Reagenzglas befruchtete Eizellen werden in die Gebärmutter eingepflanzt

Erfolge der FM:

Unfruchtbaren Paaren wird zu Kindern verholfen => Traurigkeit und Depressionen

werden verhindert

Risiken:

 - drei Versuche mit jeweils drei Embryonen werden benötigt damit die Geburt möglich wird. Eltern lassen dabei zu dass ca. 8 mal ein anderes ebenfalls eigenes Kind zugrunde geht

- Gott ist Herr über Leben und Tod; es steht den Menschen nicht zu ein Kind von Gott unnatürlich zu erzwingen

- es können dabei Mehrlinge entstehen ( von Zwillingen bis Neunlingen! )

=> lange belastende Phase der Kinderlosigkeit führt zu plötzlichem unerwartenden Kindersegen => Überforderung der Eltern => Ablehnung => Abtreibung oder Feteozid (gezielte, selektive Tötung einzelner Embryonen in der Gebärmutter)

=>=> Schizophrenie: lebensschaffende Ärzte werden zu lebensvernichtenden Ärzten

- übbriggebliebene Embryonen

Was soll mit den Embryonen geschehen, die nicht bei der Unfruchtbarkeitsbehandlung

übertragen werden konnten?

a) Einfrieren (Kryokonservierung)

b) Tötung

c) Verwendung zu Forschungszwecken

d) Embryospende

  • Haben allein stehende Frauen auch das Recht auf künstliche Befruchtung? (in der BRD verboten)
  • Dürfen Frauen mit gleichgeschlechtlichem Partner nicht auch ein Kind bekommen? (in der BRD verboten)
  • Präimplantationsdiagnostik (kurz: PID: in der BRD verboten)

PID

Im Reagenzglas gezeugter Embryo wird nach der ersten Zellteilung auf genetisch bedingte Krankheiten untersucht

pro:

  • Vermeidung menschlichen Leids
  • nicht sterile Paare mit Gendefekt in der Familie hätten Anspruch auf PID

contra:

  • welche Krankheiten sollen zur Selektion durch PID führen?
  • wer bestimmt ob das Kind mit der Krandheit leben will oder nicht?
  • Routine => auch leichte Erkrankungen führen dann zur Verwerfung der Zelle
  • Krankheit und Behinderung würden nicht mehr als Teil des Lebens begriffen
  • eines Tages Selektion die auf dem Aussehen des Kindes basiert?

 

Quellen:


© Sebastian Schuhbeck, Bayer. Landesbeauftragter für Computereinsatz im Religionsunterricht ( 1998-2011 ) - Alle Rechte vorbehalten!

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